Villa K. - Passivhaus Villa K. - Passivhaus Villa K. - Passivhaus Villa K. - Passivhaus Villa K. - Passivhaus
Villa K. - Passivhaus

Villa K. - Passivhaus

Ort: Sipbachzell / Oberösterreich
Bauherr/in: k.A.
Wohnnutzfläche: 700m2
Passivhaus Heizwärmebedarf: 14,8 kWh/m2Nfl.Jahr
Fertigstellung:2005
Planung: junger_beer architektur
Projektleitung: Stefan Beer, Martin Junger
Bauleitung: Pauat, Wels
Holzbau: Schmid Bauunternehmen
Küche: Kühberger&Haas
offener Kamin: Mandl&Bauer
Fotos: Dietmar Tollerian

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Entwurfsgedanken:

Angestrebt wurde ein technisch perfekt funktionierendes Passivhaus mit größtmöglicher Offenheit und Transparenz:
Zwei geschwungene Dächer wellen sich über die zweigeschoßigen Wohnlandschaften. Privatbereiche, Gäste- und Wirtschaftsräume sind in den umgebenden „Häusern" untergebracht. Zu diesen gelangt man über oberlichthelle „Gassen". Das offene Atrium bringt ein Stück Außenwelt samt großzügiger Lichtzufuhr in den Kern des Hauses, ins Foyer.
Der Empfang im Foyer samt zugeordnetem Atrium als Tageslichtinsel ist als zentrale „Piazza" ausgebildet: in ruhigen Farben und Formen ausgeführt, übernimmt sie die gewünschte Zusatzfunktion eines Kunstausstellungsraumes. Die hohe Deckenwölbung, die raumfassende Holzklammer, die freistehende Sichtziegelwand und die südseitige Vollverglasung fassen mit warmen, erdigen Materialien und Farben den Wohn-Essbereich.
Die „Häuser" (Räume für Eltern, Kind, Gäste und zum Wirtschaften) bilden den Rahmen in Richtung Nord, Ost und West für das Foyer und die südgelegene Wohnlandschaft. Die „Gassen" (Gänge), die von der „Piazza" zu ihnen führen, sind mit indirekten Lichteffekten, Oberlichten und farblich nuancierten „Hauswänden" abwechslungsreich und identitätsstiftend gestaltet.

Von Innen nach Außen entwickelt, ist dieses große Haus als „mediterrane Stadt mit zentralem Platz und Gassen" erlebbar und bietet in seiner Vielschichtigkeit ein komplexes, anspruchsvolles Raumerlebnis.
Gegen Nord, Ost und West liegt es ruhig und introvertiert in der sanfthügeligen Landschaft. Im Süden jedoch öffnet es sich unter den weit auskragenden Dachwellen Richtung Teich, und lässt so den inneren Wohnraum mit der Wohnterrasse im Außenbereich verschmelzen.